PAARFOTOGRAFIE - Wie Liebe vor der Kamera sichtbar wird
Die Tücken und Herausforderungen von Paarfotos
Wer kennt sie nicht? Diese Klischee-Paarfotos, die Instagram und Pinterest Jahr für Jahr aufs Neue füllen. Das Pärchen vorm Sonnenuntergang im goldenen Gegenlicht, ein Spaziergang durch die zarte Blumenwiese oder die vertraute Umarmung mit Stirnkuss vor einem imposanten Bergpanorama. Viele würden vermutlich an dieser Stelle erwarten, dass nun ein Plädoyer folgt, warum all diese Szenen kitschig, überholt oder überinszeniert sind und wie man Paarfotografie heute „besser“ machen müsste. Aber nein. Darum geht es hier nicht.
Denn eines darf man nicht vergessen: Diese Bilder gibt es nicht ohne Grund. Sie funktionieren. Und das nicht erst seit Instagram, sondern seit es Fotografie gibt. Warum? Weil hinter ihnen keine reinen Posen stecken, sondern eine tiefere Symbolik. Der Sonnenuntergang steht für Romantik. Der gemeinsame Spaziergang erzählt von Einheit, Partnerschaft und dem gemeinsamen Weg durchs Leben. Und der Stirnkuss zeigt Intimität und Vertrauen. Nur weil etwas weit verbreitet ist, verliert es nicht automatisch seine Schönheit. Das Schwierigste an Paarfotografie ist deshalb nicht, sich gegen Klischees zu wehren, sondern aus ihnen heraus etwas Echtes entstehen zu lassen.
Zwischen Klischee und Persönlichkeit
Klischees allein machen die Paarfotografie nicht aus. Als Fotografin gehört es für mich ohne jeden Zweifel dazu, sich dieser vertrauten Symbolik zu bedienen. Eines darf man aber hier nie vergessen: das Paar selbst. Zwei Menschen, die einzigartig sind. Manchmal bedeutet das, dass Fotos an spektakulären Orten entstehen. Manchmal aber eben auch nicht, was in Ordnung ist. Liebe braucht keinen Sonnenuntergang, um sichtbar zu werden. Sie zeigt sich manchmal allein im Schieben einer Haarsträhne aus dem Gesicht, im gemeinsamen Grinsen über einen Insider-Witz oder darin, dass zwei Hände ganz selbstverständlich ineinandergreifen. Das Entscheidende ist nicht die Kulisse. Es ist das Gefühl.
Der Valentinstag – zwischen Konsumwahnsinn, Historie und echter Liebe
Und da wären wir schon bei einem Tag, der jedes Jahr aufs Neue für Gesprächsstoff sorgt: der Valentinstag. Manche haben es beim Gang durch die Einkaufsgänge schon bemerkt: Schokolade und Kerzen in Herzform, Kuscheltiere, Blumen und natürlich alles getränkt in das symbolische Rot der Liebe. Für viele ist dieser Tag ein Geschenkestress. Je länger man jemanden kennt, desto schwieriger scheint die Frage: Was schenkt man, das nicht belanglos ist? Und natürlich gibt es auch einige unter euch, die den Valentinstag als reines Produkt der Konsumgesellschaft sehen. Daher lohnt es sich geschichtlich kurz in die Vergangenheit zu reisen.
Ein kurzer Geschichts-Exkurs
Der Valentinstag geht (je nachdem auf welche Quelle man sich stützt) auf den heiligen Valentin zurück, einen Priester, der im 3. Jahrhundert heimlich Liebespaare traute, obwohl das vom römischen Kaiser streng verboten war. Dafür wurde der heilige Valentin später hingerichtet. Im Mittelalter wurde der 14. Februar zum „Tag der Liebenden“ erklärt, und schon damals verschickte man kleine Botschaften und Zeichen der Zuneigung. Natürlich hat sich über die Jahrhunderte hinweg vieles verändert. Heute profitieren Blumenläden, Schokoladenhersteller und Restaurants vom 14. Februar. Und ja, ich stimme zu, vieles ist zu kommerziell geworden. Aber die ursprüngliche Idee ist geblieben: Dass Liebe alles bedeutet. Und wir nicht vergessen dürfen, denen, die uns am Herzen liegen, zu zeigen, was sie uns bedeuten.
Ein kleines Special für euch
Während rund um den Valentinstag alles tendenziell teurer wird, besonders Blumen, wird es bei mir günstiger. Es wird ein besonderes Valentinstags-Special für Paarshootings geben. Für alle, die vielleicht schon lange überlegen, Fotos zu machen und nie „den Anlass“ finden. Alle Details folgen am Sonntag über meine Social Media Accounts und natürlich auch hier auf der Webseite.
Bleibt gespannt und bis bald.
Eure Susanne